Tag 2 – Abendspaziergang

Ich bin jeden Abend unterwegs in der Stadt. Sei es nur um weitere Fotos zu machen, mehr Eindrücke zu sammeln oder auch um Menschen zu treffen. Es macht einfach Spaß, unglaublich viel Spaß. Und ich muß sagen, ich habe mich nirgends so sicher gefühlt, wie in Helsinki.

Haapaniemenkatu

Haapaniemenkatu

Hakaniemenranta

Hakaniemenranta

Ansonsten bin ich heute abend etwas frustiert. Ich wollte eigentlich ein wenig ausgehen, aber ich finde die verdammte Kneipe nicht. Es ist zum Kotzen. Ich habe da auch das Gefühl mir hoppelt die Zeit davon. Ich will Menschen kennenlernen und mich nicht wie der Ausgeh-Looser fühlen.

Allerdings habe ich ganz in der Nähe eine tolle Sauna entdeckt. Davon später mehr.

Karte:

14 Gedanken zu „Tag 2 – Abendspaziergang

    • das habe ich auch schon mal gelesen.
      es gab einen test.
      es wurden in einigen großstädten 10 brieftaschen „verloren“ und in helsinki sind tatsächlich von 9 von 10 bei der polizei abgegeben worden. damit landete helsinki auf platz 1 🙂
      und ich denke das spricht bände.
      berlin ist ziemlich hinten gelandet.

  1. Welche Bar hattest du an dem Tag gesucht? Das Café Mascot?

    Zu dem Brieftaschentest erinnere ich mich an den Kommentar eines anderen Austauschstudendten, sinngemäß: „Mich würde es auch nicht wundern, wenn alle 10 zurückgebracht worden wären.“ Es ist, mein ich, auch nicht unüblich gefundene Dinge „besser“ zu platzieren, damit ein Suchender, sie leichter wiederfinden kann.

    Ach ich freu mich, dass ich morgen wieder nach Finnland komme. 🙂 – nur leider wird es viel zu kurz sein…

    • im mascot war ich so vorbei, das hatte ich gefunden, hat mir aber nicht gefallen. war mir ein wenig zu ranzig. fand ich schon zu studentenzeiten nicht schön diese art.
      und dann habe ich doch das torni nicht gefunden 🙁

      das mit dem brieftaschentest finde ich so geil.
      das manche sachen gut plaziert werden, das ist mir auch aufgefallen.

      beneide dich, das du morgen nach finnland fliegst. bring auch schöne bilder mit 🙂
      freue mich für dich!

      • Naja speziell der Eingangsbereich vom Mascot ist ein wenig… hm… zugekleistert 😀 Drinnen find ich’s aber gar nicht mal so schlecht. Wobei ich halt in erster Linie wegen der Leute da war. Aber klar im Verlgiech zum Torni (vor allem oben die Bar) oder ähnlichen ist das natürlich einfach was völlig anderes.
        Übrigens der „ranzigste“ Laden, den ich in Helsinki (oder sogar überhaupt?) von innen gesehen habe war das „Roska“ (roska=Müll). Es machte seinem Namen schon irgendwie alle Ehre. Z.B. waren die Toiletten komplett mit Pornobildchen tapeziert…. Das hatte schon ein wenig was von einem „Erlebnis“ 😀

        Ansonsten find ich es immer schön, wie sehr auf Nichtraucherschutz geachtet wird in den Kneipen. Denn was mich an viele Kneipen in Deutschland stört, ist der teilweise extreme Gestank nach Rauch (dank der vielen Ausnahmen im Nichtraucherschutzgesetz ist das ja immernoch so). Das hat man in Finnland besser gelöst, finde ich. Deswegen stört mich das weniger ordentliche Aussehen auch nicht.

        Ansonsten: Kennenlernen ist schwierig in Finnland. In ’ner Disko geht’s noch, auf Studentenparties geht’s gut, ebenso in der Sauna. Aber in Bars außerhalb vom Café Lingua? Es gab da tatsächlich ein paar mal Situationen (ich erinnere mich an vier in meinem gesamten Austauschjahr), allerdings war ich auch sehr selten alleine unterwegs. Und wenn die eigene Gruppe groß genug ist, dann bleibt man quasi automatisch unter sich.

        In Erinnerung geblieben ist mir vor allem ein einzelner Mann, der einen Freund mit dem ich unterwegs war, auf deutsch ansprach mit „Warum sprichst du deutsch?“. Da ich finnisch geredet hatte (wir haben das öfter so gemacht, wenn sonst niemand dabei war) zeigte der Freund dann auf mich und meinte, dass ich Deutsche bin und er deswegen deutsch spricht. Darauhin musste er dann tatsächlich noch einem Finnen erklären, dass er selbst Finne ist. 😀 Mit dem Mann haben wir uns dann sogar noch ’ne ganze Weile unterhalten. (Dann allerdings eher finnisch/englisch. – Dessen deutsch war nicht so gut.)

        • eventuell haben wir beide unterschiedliche kneipenpräferenzen 🙂
          am wohlsten habe ich mich im praha gefühlt, aber das ist die geschichte vom sonnabend.
          torni war nett wegen der rundumsicht über helsinki
          ansonsten bin ich nicht schicki-micki
          aber helsinki ist auch nicht das was ich als schicki micki ansehe, da ist ne gewisse bodenständigkeit im ganzen land!

          beim mascot war es mehr das feeling.

          glaube das roska möchte ich gar nicht anschauen 😛

          kennelernen: in deutschland lerne ich auch niemanden kennen … und bei der geschichte vom praha ist etwas kennelernen drin, aber soweit sind wir noch nicht.
          ich bin ja alleinreisende 😀

          die geschichte mit dem mann, der nicht gut deutsch sprach aber jemanden auf deutsch ansprach ist cool.
          wie hat der finne ihm dann erklärt das er finne ist?

          das mit dem nichtraucher

  2. In der Nacht durch die Stadt laufen, wenn ich nicht schlafen konnte. Habe ich früher auch gern gemacht. Lange leere Straßen, vom Laternenlicht gelb und ungleich geflutet, der Hall der eigenen Schritte und die Kühle der Nacht… ja, Provinz! Aber ich mochte das – zumal Plauen ja auch viele Grünflächen hat (einige große nach der Wende zugepflastert…:( ) und in der Nacht verströmen die Pflanzen einen intensiven fast wilden Duft. Da kann man sich verlieren…

    Du wirst wohl andere Prioritäten setzten… 🙂 Und ich würde mich heutzutage wohl hüten in der Nacht allein durch die Stadt zu laufen…

    • ich denke in kleinen städten ist es gar kein problem alleine durch die straßen zu laufen kerstin
      und auch in berlin habe ich keine probleme damit
      allerdings habe ich mich echt noch nie so sicher wie in helsinki gefühlt 🙂

  3. Ich glaub bei der (vor-)letztenAntwort fehlt was. zum Nichtraucherschutz.

    Praha ist auch nicht schlecht, da war ich auch mal mit dem schon erwähnten Freund (und noch ’nem Freund von ihm). Überhaupt war ich mit ihm echt oft in irgendwelchen Bars…
    Dass er Finne ist hat er dem anderen dann auf finnisch erklärt, nachdem das auf deutsch/englsich nicht so recht rüberkam, dann hat der Mann das auch verstanden.^^ Überhaupt ist das eig. fast die einzige Diskussion an die ich mich erinnere wo er wirklich mal länger finnisch gesprochen hat in meiner Anwesenheit.

    • stimmt, da war ich wieder abgelenkt vom schmusenden kater

      also das mit dem nichtraucherschutz finde ich cool und gut!
      hat mir auch gut gefallen wie es gehandelt wurde.

      ich suche in helsinki noch was, wo man tanzen gehen kann.
      plane gerade 9.1.2015 hinzufliegen. allerdings nur ein verlängertes wochenende.

      ha schon witzig das ein finne von einem anderen finnen denkt, das er kein finne ist 😀

      • Tja für den Mann war das halt eher ein „Warum sollte der deutsch mit einer reden, die finnisch redet?“. Aber sein Gedankengang, dass wir (technische) Studenten sind, war ganz richtig.
        (Übrigens schriftlich kommunizieren dieser Freund und ich sogar ausschließlich mit dieser deutsch/finnisch-Mischung. Es ist eine ganz gute Übung.)

        • Männer und ihre gedanken 🙂
          ein weites feld.

          ich frage mich schon seit geraumer zeit: englisch + deutsch wird dinglisch laut gayle tuffts
          was wird dann finnisch – englisch (suomea englantia = suomglatia) finnsich – deutsch (suomea saksaa = suomksaa)
          hört sich interessant an, eure mischung 🙂

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