Korrekturanleitung
Nun waren die sogenannten Korrekturfahnen fertig. Also im Prinzip ein fertig gesetzer und mit Bildern versehene Datei, die ich in eine pdf (Portable Document File) konveriert habe. Als pdf wurde dann später auch die Druckdatei an die Druckerei geschickt. Heute ist das ein gängies Verfahren.
Ich hatte es ja mit ganz wunderbaren Menschen zu tun, die aber in meinem Gewerbe Laien sind, und nun sollten sie eine pdf Datei mit Korrekturen versehen!
Damit das klappte, habe ich einfach eine Anleitung geschrieben, wie man das mit dem kostenlosen Adobe Acrobat Reader hinbekommen kann. Man könnte auch sagen, ich hatte ja sonst nichts zu tun, aber es war mir auch wichtig, es so einfach wie möglich zu machen.
Hier die Korrekturanleitung im Bild. Es hat wunderbar geklappt. Alle haben es geschafft, Korrekturen anzumerken, so dass ich diese in das jeweilige Satzdokument übernehmen konnte. War echt toll.










Das ganze ging wieder via Rundmail an die Autorinnen raus. Gefühlt habe ich ständig Mails geschriebe, es waren aber über die eigens eingerichte Adresse alles in allem nur rund 270. Einzelanworten und Mail für alle. War ganz gut.
Es kamen Korrekturen zurück, ich baute ein. Einige sehr easy, manche auch mit „alles ok so“. Dieses alles ok war ja das Ziel: Die Freigabe für das Buch. Bei anderen war es wieder komplexer, so dass ich irgendwann auch mal … nun ja nicht ganz so happy war.
Endlich war es geschafft. Der Endspurt begann!
Wir hatten Ende Januar!
Buchfunktion
Aus den einzelnen Beiträgen sollte nun endlich ein komplettes Buch werden.
Neben den einzelnen Beiträgen, die mit dieser Funktion (gibt es in InDesign und auch in Affinity Publisher) wie in einem Aktenordner hintereinander weg sortiert werden.

Die Reihenfolge ergab sich aus dem Eingang der Beiträge. Ich habe von Anfang an, alle Beiträge auf einer rechten Seite beginnen lassen. Wenn sie auf eine linken Seite endeten, prima, ansonsten habe ich dann eine extra Leerseite eingfügt. War für die eine oder andere Autorin etwas befremdlich.
Das Schäne an der Buchfunktion ist auch: sie paginiert die Seiten korrekt durch. Die Paginierung ist die fortlaufende Nummerierung der Seiten in einem Buch, die Pagina ist vulgo: die Seitenzahl. Du kennst sicher das englische Wort Page für Seite.
Titelei
Ein Buch beginnt meistens mit der Titelei. Die erste Seite der Titelei ist die Seite 1 des Buches und wird Schmutztitel genannt.
Die Seiten der Titelei werden zwar intern mit in die Nummerierung der Paginierung einbezogen, aber oft auch nicht mit Seitenzahlen versehen. Ich habe es trotzdem gemacht!

Die Seite 2 ist meistens leer, was auch Vakatseite genannt wird. Ich zeig hier aber nun keine leere Seite zu Veranschaulichung, das kannst du dir gut vorstellen, denke ich!
Auf der Seite 3 haben wir dann den eigentlichen Titel, wo neben dem Namen des Buches auch der Autor steht oder der Herausgeber. In diesem Falle haben wir einen Herausgeber, den Autor dieses Blogs, und 25 wunderbare Autorinnen.

Seite 4 ist normal für das Impressum reserviert. Neuere Bücher haben oft auch die letzte Seite für das Impressum. Finde ich persönlich sehr unschön.
Im Impressum findest du den Verlag, wenn es bei einem Verlag erscheint.
- ISBN
- Druckerei
- Hersteller oder Setzerei
- Auflage
- Schriften

Weiter gab es dann vor dem ersten Beitrag, eine Einleitung oder ein Vorwort, noch ein paar Leerseiten, eine Widmung und das Inhaltsverzeichnis. Das konnte ich (Buchfunktion macht es möglich) wunderbar vom Programm erzeugen lassen.




Meinen eigenen Beitrag hatte ich mittlerweile auch geschrieben.
Und ich hatte auch die Seiten auf die für die Druckerei notwendige Anzahl gebracht.
Je nach Druckverfahren muß die Anzahl durch einen bestimmten Wert 2, 4 oder gar 6 teilbar sein. Die Druckerei deines Vertrauens teilt dir aber mit, wie das sein muß. Und wenn du dich nun fragst: oops ich brauch z.b. 80 Seiten, aber mein Projekt gibt nur 75 her. Nee nicht dumm gelaufen, sondern du füllst dann einfach mit sogenannten Vakat-(Leer-)Seiten auf. Wenn du in einer Setzerei / beim Grafiker für dein Projekt einen Seitenpreis ausgehandelt hast, was besser ist, als Stundensatz, dann werden Vakatseitenn in der Regel nicht berücksichtigt.
Wir näherten uns dem Endspurt. Es war Anfang März.
Nun wurde das Cover erstellt.
Cover
Den Titel des Buches hatte ich beim Lesen der einzelnen Beiträge schnell gefunden. Viele sprachen von Lebensveränderungen durch die Musik oder auch Konzertbesuche. Es war sehr berührend.
So nannte ich das Buch: „Y0u changed my life“
Natürlich brauchten wir ein Cover-Foto. Da habe ich dann im eigenen Fundus geschaut und Bilder gesichtet, die ich selber gemacht hatte. Meine Beste bekam eine Email mit Bildanhängen meine Vorauswahl und dann haben wir gemeinam geschaut, welches sich wohl am besten eignen würde.
Hier das Egebnis:

Jetzt fragst du dich sicher, was ich da von U1 schreibe. Wieder mal die Druckersprache.
U ist der Umschlag, der auch aus stärkerem Material gedruckt wird, als der Innenteil mit den Buchseiten.
Die Vorderseite, die einem ins Auge springt ist Umschlag 1 = U1, beim Aufschlagen erblickt man weiße Pappe, die Rückseite der U1 = U2. Am Ende des Buches wieder weiße Pappe = U3 und die allerletze Seite ist die U4 (Umschlag 4)
Da habe ich, weil Samu ja so gerne Boot fährt, ein Bild aus Helsinki gewählt. Unten am Kaivopuisto, Blick übers Meer und Glückwünsche reingetackert.

Der Bereich zwischen U1 und U4 ist ja innen das Buch, die Seiten werden fest gebunden und mit dem Steg zwischen U1 und U4 verleimt. Das ist der Buchrücken. Je mehr Seiten, desto dicker ist der Bereich!
Die Seiten mit den Bildern im Innenteil hatte ich zwischendurch auch mal ausgedruckt um zu schauen, ob man es gut drucken kann, oder ob noch Bearbeitung nötig sei!
Es war alles gut.
Druck
Während der ganzen Arbeit hatte ich auch mehrfach mit der Druckerei in Polen gemailt.
Die Betreuerin dort hatte einen Probedruck veranlasst, so das ein Exemplar schon vorab geschickt wurde, für die genauere Prüfung.
Was in sofern doppelt gut war, falls der Druck der Hauptauflage sich verzögern würde, allein die Klebebindung es Umschlags brauchte ja mehrere Tage zum Trocknen und dann der Versand, hatte ich zumindest das Exemplar, um es an der Max-Schmelinghalle abgeben zu können.
Aber auch die Hauptauflage, alle von den Autorinnen bestellten Exemplare und Samus Buch, kamen pünktlich an!
Ich war begeistert, nicht nur ob der Riesenkiste (gut ausgepolstert), wegen der Pünktlichkeit und die Katzen waren begeistert, wegen einer neuen Kiste!
Erkundigungen
Wie sollte nun die Übergabe stattfinden?
Konnte man das Buch mit in die Halle nehmen? Nur wie sollte ich es dem Geburtstagskind überreichen, hatte ich doch einen Sitzplatz im Rang?
Hab dann mehre Mails geschriebe:
- die Mecklenburgische Firma Undercover, die als Veranstalter ausgewiesen war
- Eventim als Ticketverkäufer
- Max-Schmeling-Halle als Veranstaltungsort
- Mikko als Manager
Undercover verwies, ans Mangement, eventim an den Veranstalter.
Mikko meldete sich nie! Bäh
Max-Schmeling-Halle war top!
Von der Halle meldete sich eine Dana Krüger, die zuerst anbot, sie bei Ankunft telefonisch zu kontaktiern zwecks Übergabe, späterhin mit der Info: kann direkt am Eingang bei der Security abgegeben werden, aber so, dass es kontrolliert wertden konnte! So war es auch.
Ich hatte dann noch eine Geschenkbox besorgt und ein Verschluß mit Schleife und Gummiband genäht und drum geschlungen.
Der Plan war auch, eines nach Helsinki zu schicken, da aber eine unserer Autorinnen, die mittlerweile eine sehr liebe Freundin geworden ist, das Pech hatte, das ihr Geschenk nicht von der Post abgeholt wurde und dann wieder zu ihr geschickt wurde, habe ich mich nicht getraut. Plan B scheiterte auch, nun Plan C: in Helsinki selber abgeben, im Kultuuritalo im September oder beim Management!
Schauen wir mal.
Aussendungen
Die Autorinnen hatten fast alle ein Exemplar bestellt. Nach dem Konzert habe ich dann nach und nach alles versand und die Bücher sind auch angekommen. Packstation ist nun auch mein Freund zum versenden, nicht nur zum Abholen.
Ich bin sehr glücklich über das Buch, auch weil ich soviele nette, liebevolle, tolle neue Kontakte und Freunde gewonnen habe.
Danke Ladies, es war mir eine Ehre!
Love

Blick ins Buch